Die Hüterinnen und Hüter unserer Normen und Regeln
Unsere Task Force für Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit findet auf vielen Ebenen statt und bedeutet für uns als Stadtwerke weit mehr, als umweltfreundliche Produkte anzubieten. Es heißt: in allen Unternehmensbereichen verantwortungsvoll zu handeln – für die Menschen, für die Umwelt und für unsere Stadt. Damit dies gelingt, braucht es klare Regeln und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die deren Einhaltung sicherstellen.
Heute möchten wir Ihnen fünf dieser Expertinnen und Experten vorstellen, die genau hierfür in den verschiedensten Bereichen geradestehen, Verantwortung übernehmen und im Hintergrund dafür sorgen, dass wir als Unternehmen allen geforderten Nachhaltigkeitskriterien – ökologisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich – gerecht werden.
Lernen Sie unsere Hüterinnen und Hüter der Normen und Regeln kennen.
Der Wasserhüter
Name:
Sascha Kijak
Position:
Abteilungsleiter Wassergewinnung
Aufgabenbereich:
Überwachung der Wasserwerke, Wassertürme und Brunnen; Sicherstellung der Trinkwasserqualität; Einhaltung behördlicher Richtlinien
Besonderes Engagement:
Aufklärung zum verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser und wassergefährdenden Stoffen
»Weil wir in einem umwelttechnischen Berufsfeld tätig sind, ist unser oberstes Ziel die sichere Versorgung der Bevölkerung mit unserem wichtigsten Gut: Trinkwasser. Durch nachhaltiges Handeln tragen wir dazu bei, diese essenzielle Ressource bestmöglich zu bewahren und zu schützen.«
Als Abteilungsleiter der Wassergewinnung ist Sascha Kijak der Herr über unsere Wasserwerke, Wassertürme und Brunnen. „Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und unterliegt deshalb strengen behördlichen Richtlinien und Auflagen“, erklärt Kijak. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist eine seiner Hauptaufgaben – dazu gehören unter anderem die Kontrolle der geförderten Grundwassermengen und der ordnungsgemäße Betrieb der Aufbereitungsanlagen, um die jederzeit einwandfreie Trinkwasserqualität sicherzustellen.
Sehr wichtig ist auch die Sicherung der Wasserschutzgebiete. Diese sind in verschiedene Zonen eingeteilt, in denen das Grundwasser besonders geschützt wird. Von der streng gesicherten Zone I direkt um den Trinkwasserbrunnen herum bis zur weiteren Schutzzone III gelten verschiedene Einschränkungen für jegliche Nutzung. Die Überwachung dieser Schutzzonen gehört ebenfalls zu den Pflichten von Kijak und seinem Team. Dazu zählen die Prüfung und Reinigung der Beschilderung der Wasserschutzgebiete genauso wie die Kontrolle der Zäune, die die Zonen abgrenzen. Auch illegal abgestellter Müll wie alte Benzinkanister, Altöl oder Autoreifen, insbesondere wassergefährdende Stoffe, müssen immer wieder entsorgt werden.
Auch bei der Grundwasserentnahme gibt es klare Regeln. Die Menge des entnommenen Grundwassers ist durch Wasserrechte reguliert, die vom Regierungspräsidium vergeben werden. Hier achtet Kijak zusammen mit seinem Team darauf, dass sie nur so viel Grundwasser fördern, wie die Natur verkraften kann.
Die Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Arbeit: „Wir stimmen uns eng mit dem Gesundheitsamt ab, etwa bei der Planung der jährlich über 800 Wasserproben. Auch mit den Wasserbehörden, dem Regierungspräsidium und Bundesbehörden stehen wir in regelmäßigem Austausch.“
Kijaks persönliches Engagement geht über den Beruf hinaus. Auch im privaten Umfeld setzt er sich für Aufklärung ein, beispielsweise im verantwortungsbewussten Umgang mit wassergefährdenden Stoffen wie Pflanzenschutzmitteln. Noch immer werden diese teilweise leichtfertig eingesetzt. „Dabei muss uns allen bewusst sein: Trinkwasser ist nicht nur ein wertvolles Gut, es ist die Grundlage allen Lebens.“
Die Compliance- und Datenschutz-Wächterin
Name:
Julika Griebel
Position:
Compliance- und Datenschutz-Verantwortliche in der Rechtsabteilung
Aufgabenbereich:
Beratung zu Compliance und Datenschutz, Erstellung von Regelwerken, Sensibilisierung der Mitarbeitenden
Besondere Leistung:
Entwicklung und Implementierung von Systemen, die neben der Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften auch ethisches Verhalten stärken, unter anderem durch die Erarbeitung eines Verhaltenskodex für die Stadtwerke Hanau
»Das Wichtigste ist, dass jeder versteht, dass ich nichts Böses will, sondern dass jeder so eigeninitiativ und verantwortungsvoll wie möglich arbeitet. Bei Rückfragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.«
Julika Griebel ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Compliance und Datenschutz bei den Stadtwerken Hanau. Als Juristin mit einer Stabsfunktion innerhalb der Rechtsabteilung sorgt sie also dafür, dass alle gesetzlichen und internen Regelungen eingehalten werden.
„Seit 18 Jahren bin ich bei den Stadtwerken Hanau, seit acht Jahren für das Thema Compliance, seit sechs zusätzlich für den Datenschutz zuständig“, berichtet Griebel über ihren Werdegang. Ihr beruflicher Weg führte sie vom Studium der Rechtswissenschaften in verschiedene Stationen im Unternehmen – darunter die Vertriebsleitung für Privat- und Gewerbekunden – hin zu ihrer heutigen Position.
„Als das Thema Compliance immer stärker wurde, suchten sie jemanden, der sich damit gut auskennt“, erinnert sie sich. Mit ihrem breiten juristischen und wirtschaftlichen Wissen war sie die ideale Besetzung für diese anspruchsvolle Aufgabe. Nach einer Elternzeitvertretung übernahm sie zusätzlich den Datenschutz: „Auch das ist Regeleinhaltung und gehört somit ja auch zu Compliance.“
Ihren Alltag als Kämpferin für die Befolgung von Richtlinien und Vorgaben beschreibt Griebel so: „Vor allem bin ich Ansprechpartnerin für Führungskräfte sowie alle Mitarbeitenden zum Thema Einhaltung von gesetzlichen oder internen Regelungen.“ Dabei setzt sie auch auf Aufklärung mit innovativen Formaten: Zusammen mit Azubis hat sie ein Video gedreht, das über das Thema Compliance informiert. Gleichzeitig legt sie großen Wert auf eigenverantwortliches Handeln: „Als Juristin mag ich Regeln, sie sind mein Steckenpferd und deshalb bin ich auch sehr gerne Ansprechperson und unterstütze bei der Umsetzung. Gleichzeitig ist es mir aber auch sehr wichtig, dass jeder selbst Verantwortung übernimmt. Schließlich geht es hier um die Zukunft unseres Unternehmens und somit auch um die Sicherung unserer Arbeitsplätze.“
Die wachsenden Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit sieht sie als Teamaufgabe: „Die Herausforderungen werden immer stärker und auch zeitintensiver durch die Regelungen, die wir befolgen müssen. Ich glaube aber, dass wir, Frau Lotz, Frau Butz und ich, das als Team sehr gut machen.“
Übrigens: Neben ihrer anspruchsvollen Tätigkeit meistert Griebel auch ihr Familienleben mit einer 16-jährigen Tochter und einjährigen Zwillingen. Entsprechend persönlich ist für sie das Thema Compliance in Bezug auf Nachhaltigkeit.
Der Rechtsexperte
Name:
Markus Dammann
Position:
Leiter Recht und Leiter Personal
Aufgabenbereich:
Rechtsberatung, Personalführung, Vertragsgestaltung, Geschäftsführung PionierWerk Hanau
Besonderes Engagement:
Verbraucherfreundliche Vertragsgestaltung, nachhaltige Quartierslösungen
»Es ist schön zu wissen, dass wir etwas für zukünftige Generationen tun. Die PV-Freiflächenanlage zum Beispiel spart CO₂. Außerdem sorgen wir für Versorgungssicherheit unabhängig von Lieferanten oder Ländern, mit denen wir nicht mehr zusammenarbeiten wollen. Das fühlt sich gut an!«
Als Leiter der Abteilungen Recht und Personal trägt Markus Dammann eine doppelte Verantwortung – und sorgt als Syndikusanwalt und Masterabsolvent dafür, dass sowohl die Stadtwerke Hanau als auch ihre Tochtergesellschaft Hanau Netz alle relevanten rechtlichen Vorgaben einhalten, ob energiewirtschaftliche Gesetze oder arbeitsrechtliche Bestimmungen.
„Warum ich das mache? Weil es so abwechslungsreich ist!“, erklärt Dammann mit spürbarer Begeisterung. „Wir sind eigentlich ein sehr kleines Unternehmen. Dennoch ist das Umfeld sehr groß und wird dadurch auch kompliziert.“ Heißt: Hier hat er die Möglichkeit, Projekte von Anfang an zu gestalten, statt nur bei Problemen gerufen zu werden. „Es geht nicht um irgendwelche Nachbarschaftsstreitigkeiten, sondern um große Projekte wie den Bau eines Großkraftwerks in Zusammenarbeit mit der Mainova oder der Quartierlösung im Pioneer Park.“, berichtet er. Für die dafür gegründete Gesellschaft PionierWerk Hanau ist er sogar geschäftsführend tätig.
Dabei achtet er besonders auf verbraucherfreundliche Regelungen in den Verträgen: „Wir wollen nicht die letzte Rendite herausholen, sondern langfristige Beziehungen ermöglichen.“ Diese Einstellung spiegelt die soziale Verantwortung wider, die das Unternehmen als Teil seiner Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt.
Für Dammann hat seine Arbeit auch eine persönliche Bedeutung im Kontext der Nachhaltigkeit: „Es ist schön zu wissen, dass wir etwas für zukünftige Generationen tun, indem wir uns für nachhaltige Lösungen stark und von Abhängigkeiten von Dritten autark machen. Das gibt meiner Arbeit einfach mehr Sinn.“
Die Steuer-Compliance-Expertin
Name:
Lea Halamek
Position:
Sachbearbeiterin in der Finanzbuchhaltung
Aufgabenbereich:
Auftragsabrechnung, Anlagenbuchhaltung, Einführung und Betreuung des Tax-Compliance-Systems
Besondere Leistung:
Erstellung eines umfassenden Tax-Compliance-Handbuchs mit Risikoanalyse und Kontrollmechanismen
»Tax-Compliance ist ein wichtiges Thema, das man nicht verdrängen sollte. Bei Steuern kann einfach auch viel schiefgehen – bei all den Gesetzen, die es so gibt. Es ist schon wichtig, auch immer wieder dran zu denken, was passieren könnte.«
Seit April 2024 ist Lea Halamek aus der Abteilung Finanzbuchhaltung verantwortlich für die Einführung des Tax-Compliance-Systems im Unternehmen. Ihre Aufgabe: Dafür zu sorgen, dass die Stadtwerke Hanau alle steuerlichen Vorschriften einhalten – von der Umsatzsteuer über die Körperschaftsteuer bis hin zur Stromsteuer, Gewerbesteuer, Lohnsteuer und Kapitalertragssteuer.
Das Thema vorbereitet hatte ihre ehemalige Vorgesetzte, so dass Lea Halamek dann auch sofort mit der Umsetzung im Haus beginnen konnte. Hierfür musste sie sich erst einmal ein umfangreiches Spezialwissen aneignen und sich intensiv in die Materie einarbeiten. Gleich darauf ging sie dann auch schon über in die Praxis.
Ihr strukturierter Ansatz begann mit einer gründlichen Analyse: „Für alle Bereiche gibt es Steckbriefe, in denen die entsprechenden Risiken aufgegliedert sind. Wir haben also erst einmal unsere Prozesse angeschaut, dann die Risiken ermittelt und schließlich Kontrollen eingerichtet, dank denen wir den Eintritt dieser Risiken vorbeugen können. Außerdem gibt es Anweisungen für den Fall der Fälle. Diese werden als Handbuch im Intranet bereitgestellt, so dass jeder Mitarbeitende weiß, was zu tun ist.“
Die regelmäßige Überprüfung ist nun ein weiterer Baustein ihres Aufgabenbereichs. So schaut sie einmal jährlich, meist im Sommer, ob die Risiken noch aktuell sind oder ob neue hinzugekommen sind. Die Verantwortlichkeiten werden dann entsprechend klar zugewiesen, und alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult und über ihre Pflichten informiert.
Obwohl es derzeit noch keine gesetzliche Verpflichtung für ein Tax-Compliance-System gibt, ist Halamek von dessen Bedeutung überzeugt: „Ich bin der Meinung, dass Compliance in Bezug auf Steuern ein strategisch wichtiges Thema ist. Schließlich geht um unseren Ruf, unsere Vertrauenswürdigkeit genauso wie um eine Risikominimierung und Effizienzsteigerung.“
Der Nachhaltigkeits-Controller
Name:
Volker Dransfeld
Position:
Controller
Aufgabenbereich:
Klassisches Controlling, Nachhaltigkeitsberichterstattung, doppelte Wesentlichkeitsanalyse, EU-Taxonomie
Besondere Herausforderung:
Entwicklung eines „Green Controllings“ zur Integration von Nachhaltigkeitsaspekten im Controllingsystem
»Ich persönlich hoffe, dass nicht zu viel wegdiskutiert wird, schließlich geht es darum, das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten und vollständig klimaneutral zu werden. Meine Hoffnung ist, dass wir das alle gemeinsam schaffen.«
Als Controller bei den Stadtwerken Hanau beschäftigt sich Volker Dransfeld selbstredend mit den klassischen Controlling-Aufgaben. Darüber hinaus ist er aber auch einer der Pioniere in puncto Nachhaltigkeit. Denn: 2023 hatte die EU alle Unternehmen, die bestimmte Kriterien erfüllen, dazu aufgefordert, neben der Finanzberichterstattung auch eine Nachhaltigkeitsberichterstattung zu machen. „Da diese zu meinem Aufgabenfeld gehört, hatte ich sofort angefangen, intensiv zu recherchieren und mich in diese komplexe Materie einzuarbeiten – um dann gemeinsam mit Katrin Lotz und Louis Bange in einem Branchenprojekt mit anderen berichterstattungspflichtigen Stadtwerken mitzuarbeiten.“
Eine besondere Herausforderung war dabei die Entwicklung einer Methode zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse: „Das bringt zum ersten Mal einen Perspektivwechsel“, erklärt Dransfeld. „Wir betrachten sowohl die Wirkung des Unternehmens auf die Umwelt wie unsere CO2-Emissionen als auch die Wirkung der Umwelt auf unser Unternehmen, beispielsweise durch Extremwetterereignisse wie Starkregen oder langanhaltende Hitzewellen.“ Ein spannender neuer Ansatz für den Controller, schließlich hatte er sich bis dahin nur mit Zahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz auseinandersetzen müssen. „Jetzt gehen wir erstmalig weg von den reinen Zahlen hin zu Nachhaltigkeits-KPIs und anderen Anforderungen. Es geht also in die Richtung eines ‚Green Controllings‘, bei dem wir bei allen Investitionen Nachhaltigkeitsaspekte mit einbeziehen müssen.“
Die ständigen Änderungen in den EU-Vorgaben stellen dabei allerdings eine enorme Herausforderung dar: „Zurzeit ist alles sehr unsicher, immer wieder ändern sich Vorgaben. So wurden die bisher sehr ambitionierten Vorgaben der EU wieder zurückgenommen. Hierbei den Überblick zu behalten und weiter motiviert daran zu arbeiten, ist eine Herausforderung“, berichtet Volker Dransfeld. Dennoch ist sein Engagement ungebrochen: „Wichtig ist: Wir wollen! Weil wir davon überzeugt sind, dass das alles sinnvoll ist!“
Volker Dransfeld sieht also die Notwendigkeit, über den Tellerrand zu blicken: „Gerade als Kaufmann muss ich verstehen, dass es auch anderes gibt als die reine Lehre der Wirtschaft: zum Beispiel die Effekte des Unternehmens auf die Umwelt und umgekehrt. Das alles hat seinen Preis und muss vom Unternehmen bei seinen wirtschaftlichen Aktivitäten mitberücksichtigt werden, um nachhaltigen Erfolg zu haben. Diesen Perspektivwechsel finde ich richtig und möchte ich vorantreiben.“
Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft.
Als kommunales Unternehmen stehen wir als Stadtwerke vor einer besonderen Herausforderung: wirtschaftlich erfolgreich zu sein und gleichzeitig unserer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Unsere Expertinnen und Experten arbeiten dafür in den unterschiedlichsten Bereichen und gleichzeitig Hand in Hand: vom Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser über die Schaffung des rechtlichen Rahmens, die Sicherstellung von Compliance und Datenschutz und die Einhaltung steuerlicher Vorschriften bis hin zur transparenten Berichterstattung über all diese Nachhaltigkeits-Engagements. Für ihr Engagement und Durchhaltevermögen sind wir sehr dankbar – und geben unser Bestes, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen.