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Im Dialog
Oberbürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Claus Kaminsky und Stadtwerke-Geschäftsführerin Martina Butz im Gespräch über das neue Nachhaltigkeits-Storyportal der Stadtwerke Hanau.
Unsere Stadt wächst rasant – nach unseren Meldedaten haben wir bereits die 100.000-Einwohner-Marke geknackt und sind damit Hessens kleinste Großstadt. Daneben haben wir beim Thema Digitalisierung richtig Fahrt aufgenommen und mit dem neuen Stadthof einen Ort geschaffen, der innovative Ladenkonzepte mit Kreativraum und gesellschaftlicher Begegnungsstätte kombiniert. Vor allem sind wir den bedeutenden Schritt gegangen, aus dem Main-Kinzig-Kreis auszutreten – zum 1. Januar 2026 wird Hanau kreisfrei werden. Ein historisches Ereignis für unsere Stadt!
In Hanau hat sich also sehr viel getan – und das wird auch so bleiben. Natürlich bringen all diese Meilensteine auch große Herausforderungen mit sich. Zum Beispiel die, eine prosperierende Stadt zu bleiben und gleichzeitig klimaneutral zu werden. Martina Butz, als Geschäftsführerin unserer Stadtwerke stehen Sie nicht erst seit heute mittendrin in dieser Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit, Effizienz und Innovation. Dass die Stadtwerke mit der Zeit gehen und ihren Nachhaltigkeitsbericht zu einem neuen digitalen Storyportal weiterentwickelt haben, ist entsprechend auch kein Zufall. Was erwartet unsere Bürgerinnen und Bürger hier?
Ja, das stimmt. Unser neues Storyportal ist unser zielgerichteter Weg, unsere Bemühungen in puncto Nachhaltigkeit und Klimaschutz über die klassische Berichterstattung hinaus erlebbar zu machen – und zwar mit Geschichten, die zum Mit- und Nachmachen animieren und die uns als Stadtwerken ein Gesicht geben. So erzählen wir vom Engagement und den Erfahrungen der Menschen, die täglich für die Hanauer Bürgerschaft ihr Bestes geben und dabei das Thema Nachhaltigkeit im Blick behalten.
»Nachhaltigkeit ist nicht abstrakt, sondern wird täglich gelebt: bei den Stadtwerken selbst, genauso wie an vielen anderen Stellen in der Stadt.«
Genau solche persönlichen Geschichten brauchen wir! Sie zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht abstrakt ist, sondern täglich gelebt wird: bei den Stadtwerken selbst, genauso wie an vielen anderen Stellen in der Stadt. Und wir haben uns schon früh damit auf den Weg gemacht. Als eine der ersten Städte in Hessen haben wir bereits 2013 ein Klimaschutzkonzept verabschiedet. 2018 haben wir das Konzept nachgeschärft und uns selbst das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden – fünf Jahre früher als das Land Hessen. Auf struktureller Ebene ist das eine sehr gute Sache, und doch braucht es auch unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die tatkräftig und ambitioniert mit anpacken, und sei es nur im Kleinen.
Als Mutter denke ich oft daran, welche Welt wir hinterlassen. Wenn ich die Starkwetterereignisse der letzten Jahre sehe oder höre, dass der kommende Sommer wieder sehr heiß und trocken werden soll, wird mir bewusst, dass es kurz vor zwölf ist. Deshalb setzen wir als Stadtwerke auf Dialog: Wir gehen zu Ortsbeiräten, halten Vorträge an der VHS und bieten Führungen für Schulklassen an. Wenn Kinder in unseren Wasserwerken erleben, wie kostbar Trinkwasser ist, oder wenn sie mit Blumensamen basteln, schaffen wir echtes Verständnis.
Diese Bildungsarbeit ist Gold wert, gerade in einer vielfältigen Stadt wie Hanau. Um Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Altersklassen zu erreichen, brauchen wir Kommunikation, die alle animiert, mitzumachen. Besonders beeindruckt mich, dass die Stadtwerke bereits 2019 freiwillig ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht erstellt haben – lange vor gesetzlichen Vorgaben. Das ist echte Pionierarbeit.
Transparenz ist mir ein Herzensanliegen, und wir investieren bewusst in diese Offenheit. Wir wollen gegenüber den Kunden authentisch und offen kommunizieren. So beispielsweise auch dann, wenn ein Fehler in unserem Hause passiert ist, es zu Abrechnungsverzögerungen kommt oder ein Missverständnis vorliegt. Hauptsache ist doch, dass der Fehler behoben wird. Außerdem veröffentlichen wir viele Informationen auf unserer Website. Das neue Storyportal geht noch einen Schritt weiter. Es übersetzt unsere Nachhaltigkeitsmanagements und Kennzahlen in Emotionen – und spricht deshalb auch alle an, die sich sonst nicht mit Energieeffizienz, CO₂-Bilanzen und wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Eckdaten beschäftigen würden.
Und wie gelingt es, wirklich skeptische Bürgerinnen und Bürger zu überzeugen, die vielleicht denken: „Bisher hat doch auch alles funktioniert“?
Eine berechtigte Frage. Viele Menschen spüren die Veränderungen noch nicht direkt in ihrem Alltag und fragen sich entsprechend, warum sie handeln sollen. Wir belehren dann nicht, sondern zeigen konkrete Vorteile auf. Und setzen Impulse, was jede und jeder einzelne selbst tun kann. Unser „Morgen-Wald“ ist dafür ein schönes Beispiel: Wer auf Online-Rechnung umstellt, unterstützt uns, Bäume hier in Hanau zu pflanzen und zusätzlich Papier einzusparen. So können Menschen ohne großen Aufwand etwas Positives bewirken und sehen gleichzeitig das Ergebnis beim Spaziergang im Stadtwald. Das überzeugt oft mehr als jede Statistik über CO₂-Einsparungen.
Genau solche Projekte liegen auch mir am Herzen. Wenn ich durch den Wald jogge und das Schild „Hanauer Morgen-Wald“ sehe, freue ich mich jedes Mal aufs Neue. Vor allem, weil es zeigt, wie Stadt und Stadtwerke Hand in Hand zusammenarbeiten. Sei es bei Umweltprojekten, Photovoltaik auf Schuldächern oder bei der kommunalen Wärmeplanung – wir ziehen an einem Strang.
Diese enge Partnerschaft ist unser großer Vorteil. Als kommunales Unternehmen sind wir nicht irgendeinem anonymen Konzern oder Aktionären verpflichtet. Bei uns geht es immer um die Hanauer Bürgerschaft. Wichtige Entscheidungen treffen wir gemeinsam mit der Stadt, sei es bei der Wärmeplanung oder beim Netzausbau. So gleichen wir auch unsere Ziele ab – wie das ehrgeizige Ziel, bis 2040 klimaneutral zu sein. In unserem CO2-Minderungspfad zeigen wir sehr konkret auf, mit welchen Maßnahmen wir dieses Vorhaben bei den Stadtwerken erreichen wollen und was wir davon bereits umgesetzt haben.
»Als kommunales Unternehmen sind wir nicht irgendeinem anonymen Konzern oder Aktionären verpflichtet. Bei uns geht es immer um die Hanauer Bürgerschaft.«
Eine enge und sehr konstruktive Partnerschaft. Was können unsere Bürgerinnen und Bürger konkret tun, um Teil dieser Transformation zu werden?
Zunächst: aktiv mitmachen! Schauen Sie in unser neues Storyportal, besuchen Sie unsere Veranstaltungen, stellen Sie Fragen. Wir haben es selbst in der Hand, etwas zu unternehmen – für uns und nachfolgende Generationen. Gleichzeitig bitte ich um Verständnis dafür, dass manche Projekte einfach Zeit brauchen. Wir müssen uns an Regeln halten, Genehmigungen einholen, komplexe Planungen durchführen. Das mag manchmal mühsam sein, aber jeder Schritt bringt uns näher ans Ziel.
Dem stimme ich voll zu. Ich lade alle Hanauerinnen und Hanau ein: Bringen Sie sich ein – ob bei Bürgerdialogen, in Ortsbeiräten oder mit eigenen Ideen. Besuchen Sie das neue Storyportal der Stadtwerke und lassen Sie sich von den Geschichten inspirieren. Die Stadtwerke Hanau sind echte Vorzeigestadtwerke, und gemeinsam gestalten wir eine nachhaltige Zukunft für unsere wachsende Stadt.
Genau das ist unser gemeinsames Ziel. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen.