Das muszierende Orchester auf der Open-Air-Bühne der Hanauer Sommernacht von weiter weg, im Vordergrund hunderte Köpfe des Publikums in Regenmontur, im Hintergrund blauer Himmel.
#Gesehen #2025 #Partnerschaft Juli 2025

Gesellschaftliches Engagement für unsere Stadt

Eine musische Gemeinschaftssache nach dem Credo „Kultur für alle“

Wenn sich die Mainwiesen in eine Open-Air-Bühne verwandeln und tausende Menschen auf Picknickdecken klassische Musik unter freiem Himmel genießen, dann ist Hanauer Sommernacht. Was wie selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis einer ganz besonderen Partnerschaft: Seit über 20 Jahren unterstützen die Stadtwerke Hanau dabei, dass Kultur in der Stadt für alle zugänglich bleibt. Eine Geschichte über nachhaltiges Engagement, das über die reine Finanzierung hinausgeht.

Die Wetterprognosen für jenen Sommertag 2023 versprechen nichts Gutes. Noch dazu findet die Hanauer Sommernacht, die krönende Abschlussveranstaltung des „Kultoursommers“ der Stadt Hanau, zum ersten Mal an einem neuen Standort und unter neuem Namen statt. Denn bis dahin war das Event als Wilhelmsbader Sommernacht bekannt. Die Veranstalter, allen voran Bernd Michel und Lucas Schobert – erster sich in den Ruhestand verabschiedend, zweiter frisch eingestiegener Leiter des Veranstaltungsbüros der Stadt Hanau –, fragen sich zurecht, ob das Publikum den Umzug unter diesen Voraussetzungen annehmen wird. Die Antwort kommt prompt am Veranstaltungsmorgen: Obwohl das Konzert erst um 19.30 Uhr beginnt, breiten die ersten Besucherinnen und Besucher ihre Picknickdecken wie gewohnt schon in der Früh aus, um sich die besten Plätze zu sichern. Am Abend strömen dann 5.000 Menschen zu den Mainwiesen, um den Klängen der Hanauer Philharmonie zu lauschen.

„Das war eines der prägendsten Erlebnisse für mich“, erinnert sich Lucas Schobert. „Zu sehen, wie all die Menschen bei strömendem Regen das Konzert auf den Mainwiesen verfolgen – das zeigt einfach ganz klar, welche Bedeutung diese Veranstaltung für die Hanauer hat.“

Der Leiter des Veranstaltungsbüros der Stadt Hanau, Lucas Schobert, sitzt auf einer Bühnentreppe und schaut in die Kamera, im Hintergrund sind unscharf Catering-Zelte zu erkennen.
Das muszierende Orchester auf der Open-Air-Bühne der Hanauer Sommernacht, im Vordergrund die Köpfe der ersten circa zwanzig Reihen des Publikums in Regenmontur, im Hintergrund ein bewölkter Himmel.

Weit mehr als ein Konzert unter freiem Himmel.

Die Hanauer Sommernacht ist sicherlich keine klassische Kulturveranstaltung: Sie ist ein Treffpunkt für Generationen und somit ein Moment der Begegnung in einer Zeit, in der solche Erlebnisse kostbar geworden sind. „Es geht nicht nur um das Programm“, erklärt Schobert. „Die Menschen treffen sich, machen Picknick, erleben Gemeinschaft. Das Konzert ist fast schon eine wunderbare Nebensache.“

Diese besondere Atmosphäre hat eine lange Tradition. Ursprünglich im Staatspark Wilhelmsbad beheimatet, zog die Veranstaltung 2023 an die Mainwiesen um – nicht zuletzt, weil der Klimawandel den historischen Baumbestand stark belastet hatte. Der neue Standort am Mainufer bietet nun mehr Raum und eine beeindruckende Kulisse für mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher. Der Eintritt: ist frei. Nur für die 1.700 Sitzplätze direkt vor der Bühne wird eine kleine Reservierungsgebühr erhoben. „Genau darum geht es“, betont Schobert. „Kultur soll für alle zugänglich sein, unabhängig vom Geldbeutel.“

Zahlen und Fakten zur Hanauer Sommernacht:

Über 20 Jahre
Tradition in Hanau

Bis zu 10.000
Besucher pro Jahr

1.700
reservierbare Sitzplätze vor der Bühne

100 % Ökostrom
für die gesamte Veranstaltung

Freier Eintritt
dank Sponsoring der Stadtwerke Hanau

Kostenloser Nahverkehr
am Veranstaltungsabend

Mehrwegsysteme
bei allen Cateringpartnern

Regionale Dienstleister
für kurze Transportwege

Eine Partnerschaft mit Geschichte.

Ermöglicht wird diese Philosophie unter anderem durch die Stadtwerke Hanau, die seit über zwei Jahrzehnten die Veranstaltungsreihe „Kultoursommer“ der Stadt unterstützen. Was als klassisches Sponsoring begann, wurde rasch zu einer Partnerschaft mit Substanz. „Die Stadtwerke verstehen sehr gut, welche Emotionen in dieser Veranstaltungsserie stecken und welche Bedeutung sie für die Gemeinschaft der Stadt hat“, weiß Schobert. Die Zusammenarbeit geht dabei über die finanzielle Unterstützung hinaus. Von der technischen Infrastruktur über die Bewerbung der Veranstaltungen bis hin zum gemeinsamen Verständnis für nachhaltige Eventplanung: „Die Stadtwerke sind auf allen Ebenen an unserer Seite.“

Bestmöglich nachhaltig: eine Veranstaltungskultur mit Bewusstsein.

Nachhaltigkeit bei Großveranstaltungen – das ist ein Spagat zwischen dem Wunsch nach spektakulären Erlebnissen und dem Bewusstsein für Umweltverantwortung. „Jedes große Konzert ist eine energieintensive Angelegenheit“, gibt Schobert ehrlich zu. „Das muss einem bewusst sein.“ Dennoch haben sich über die Jahre viele nachhaltige Ansätze etabliert. Bereits seit Jahren wird bei den Cateringpartnern auf Mehrwegsysteme gesetzt, um Müll bestmöglich zu reduzieren. „Das Bewusstsein beim Publikum hat sich stark verändert“, freut sich Schobert. „Früher haben wir containerweise Müll weggefahren. Heute bringen viele ihre Tupperboxen mit.“

Auch bei der Auswahl der Dienstleister achtet das Kulturamt auf Regionalität, um Transportwege zu verkürzen. „Wir sparen bei der Ausschreibung sicherlich nicht an 20 Euro, wenn anderenfalls drei LKWs 500 Kilometer mehr fahren müssten“, erklärt Schobert den Ansatz.

Ein nicht zu unterschätzender Nachhaltigkeitsaspekt ist die Energieversorgung selbst. Die Stadtwerke beliefern die Stadt Hanau mit 100 Prozent Ökostrom, und somit auch die Hanauer Sommernacht. „Als kommunaler Versorger sind die Stadtwerke da weit vorne“, würdigt Schobert das Engagement.

Ein weiterer Wandel zeigt sich bei der Mobilität: „Sagen wir es so: Aus dem Parkplatzproblem wurde zwischenzeitlich ein Fahrradparkplatzproblem“, schmunzelt Schobert. In Zusammenarbeit mit der Hanauer Straßenbahn wird kostenloser Nahverkehr für den Veranstaltungsabend angeboten – ein Service, der gerne angenommen wird. „Die Leute haben verstanden, dass es komfortabel ist, mit den Öffis anzureisen.“

Ein Mann fährt im Sommer auf dem Fahrrad in Richtung Menschenmenge, die unter einem Banner mit der Aufschrift "Kultursommer. Herzlich willkommen" steht.
Der Leiter des Veranstaltungsbüros der Stadt Hanau Lucas Schobert von hinten im Gespräch mit zwei Kollegen, im Hintergrund ist unscharf eine wartende Menschenmenge hinter einem Zaun zu erkennen.
Das muszierende Orchester auf der Open-Air-Bühne der Hanauer Sommernacht, im Vordergrund die Köpfe der ersten Reihen des Publikums.
Mehrere weiße Pavillons mit Sitzgelegehenheiten mit Besuchern auf einer grünen Wiese bei einer Freiluftveranstaltung.
Großes Orchester bei Nacht auf einer bunt beleuchteten Bühne mit blauen und roten Scheinwerfern, davor sitzt das Publikum der Open-Air-Veranstaltung Hanauer Sommernacht.
Künstler in orangefarbenem Kostüm in Dinosaurier-Optik performt auf einer Bühne mit Scheinwerfern und Bühnentechnik.
Open-Air-Bühne mit Publikum im Vordergrund, darunter viele Kinder, die zum Teil auf den Schultern der Eltern sitzen.
»Es ist ein nachhaltiger Aspekt, dass nicht der reine Kommerz und Eventcharakter zählen, sondern die Begegnung. Ein Erlebnis zu schaffen, das nachwirkt und bei den Menschen bleibt.«

Vom Traum zur Vision.

Schoberts persönlicher Traum ist eine komplett solarbetriebene Veranstaltung. „Vor sechs Jahren habe ich mit meinem Verein eine Veranstaltung mit einer Solarbühne organisiert – ausschließlich mit Sonnenenergie betrieben“, erzählt er begeistert. „Das wäre ein absoluter Traum für die Sommernacht.“ Noch ist das bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung nicht machbar, aber die Gedanken gehen in diese Richtung. „Man kann viel überlegen, was ein Energieversorger beitragen könnte, um eine solche Veranstaltung energieeffizienter zu gestalten“, sinniert Schobert. „Die Frage, ob davon etwas umsetzbar sein wird, ist sehr spannend.“

Für Schobert steht auf jeden Fall fest: Nachhaltige Kulturarbeit bedeutet mehr als Klima- und Umweltschutz. „Es ist ein nachhaltiger Aspekt, dass nicht der reine Kommerz und Eventcharakter zählen, sondern die Begegnung“, erklärt er seine Philosophie. „Ein Erlebnis zu schaffen, das nachwirkt und bei den Menschen bleibt.“ Diese Haltung spiegelt sich in der gesamten Arbeit des Veranstaltungsbüros wider. Auch bei anderen Veranstaltungen des „Kultoursommers“ wird darauf geachtet, die Eintrittspreise trotz hoher Qualität so niedrig wie möglich zu halten. Barrierefreiheit ist dabei selbstverständlich.

Banner "Herzlich willkommen" der Stadtwerke Hanau am Bauzaun neben der mit dem Orchester besetzten Open-Air-Bühne der Hanauer Sommernacht.

Eine Beziehung mit Zukunft.

Die Partnerschaft zwischen Stadtwerken und der Stadt Hanau zeigt, wie kommunale Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden können. „Ohne die Unterstützung der Stadtwerke müssten wir wohl darüber nachdenken, ob wir nicht doch Eintritt nehmen müssen“, unterstreicht Schobert die Wichtigkeit des Sponsorings. „Das städtische Budget würde allein nicht ausreichen.“ Für die Stadtwerke Hanau ist das Engagement im Kulturbereich ein wichtiger Baustein ihrer Nachhaltigkeitsstrategie: Unter sozialen Nachhaltigkeitsaspekten verstehen sie sich als Förderer der Stadtgemeinschaft – als Energielieferant und gleichzeitig Ermöglicher von Lebensqualität.

Das Engagement der Stadtwerke Hanau:

Finanzielle Unterstützung für den gesamten Kultoursommer und zahlreiche weitere Events in Hanau

Gemeinsame Bewerbung der Veranstaltungen

100 % Ökostrom für alle gesponserten Events

Tradition mit Zukunft und eine Gemeinschaft, die nachwirkt.

Die Sommernacht-Tradition lebt auch davon, dass sie sich weiterentwickelt. „Das spüre ich daran, dass die Leute fragen, wann die Sitzplatz-Reservierung online geht, wenn sie nicht pünktlich im Dezember verfügbar ist“, schmunzelt Schobert. „Das heißt: Wir sind auf einem guten Weg.“ Für die Zukunft wünscht er sich eine Fortsetzung der bewährten Partnerschaft – mit Raum für neue Ideen.

Schlussendlich ist die Hanauer Sommernacht ein Symbol für das, was möglich wird, wenn kommunale Unternehmen und Stadtverwaltung an einem Strang ziehen – und dass Nachhaltigkeit nicht nur ökologisch gedacht werden muss, sondern auch sozial und kulturell. „Kultur verbindet, schafft Identität und fördert nachhaltiges Denken“, fasst Lucas Schobert zusammen. „Die Stadtwerke tragen ihren Teil dazu bei und ermöglichen Kultur für alle.“

In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht selbstverständlich ist, wird diese Partnerschaft zu einem wichtigen Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Denn eines zeigen die Hanauer Jahr für Jahr aufs Neue: Sie feiern die Feste, wie sie fallen – gemeinsam, bei jedem Wetter und mit der Gewissheit, dass solche Momente das Leben reicher machen.

»Kultur verbindet, schafft Identität und fördert nachhaltiges Denken. Die Stadtwerke tragen ihren Teil dazu bei und ermöglichen Kultur für alle.«

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